DIE ZEITSCHRIFT FÜR AKTIVES BEWUSSTSEIN

 

UNTEN

Marlis Bach

Magnete für Jedermann
Wie Magnetprodukte auf uns wirken

 
    Da unser Erdmagnetfeld in den letzten 200 Jahren merklich abgenommen hat, macht es Sinn, sein eigenes Umfeld durch Magneten zu stärken. Angeboten werden einerseits natürliche Magnete, aufgebaut aus Ferriten, die meist am Körper getragen werden, und andererseits Magnetfeldtherapie-Geräte, wo spezielle Frequenzen zur Behandlung von Störungen ausgewählt werden, die jedoch mit Strom betrieben sind. Anwendungen mit Magneten am Menschen gehen bis ins Altertum zurück. Heute erinnert man sich wieder an dessen Wirkung und die natürlichen Magnete erleben dadurch eine Renaissance.  
 

Wirkprinzip
Was geschieht im Körper eines Menschen, wenn er von einem verstärkten Magnetfeld durchströmt wird? Auf zellulärer Ebene begegnet uns ein magnetfeldinduzierter Sauerstoffeffekt, d.h. in den magnetfeldbehandelten Zellen wird eine höhere Sauerstoffsättigung erreicht. Vom Sauerstoff lebt jede Zelle, ohne ihn kann die Zelle nicht in geeigneter Weise Energie erzeugen. Also die am Körper getragenen Magnete bzw. die Magnetanwendungen, in dessen Wirkkreis der Mensch steht, verbessern die Sauerstoffversorgung der Zellen. Ein Mehr an Sauerstoff bedingt eine bessere Energieversorgung der Zelle und eine stärkere Durchblutung des Gewebes. Auf diesem Effekt beruht die Wirkungspalette der Magnete, alle weiteren Phänomene sind eine Folge dieses Sauerstoffeffekts. [1] Einige Beispiele: Wenn die Durchblutung in den Füßen gesteigert ist, bleiben wir von kalten Füßen verschont. Ein verspannter Muskel hungert nach mehr Durchblutung. Diese bekommt er durch Magnetprodukte, aber auch durch eine Massage, durch Wärmeanwendung, wie z.B. in der Sauna, durch mehr Bewegung, und besonders durch eine Kombination dieser Möglichkeiten. Durch die verbesserte Durchblutung in der Bauchgegend fließt in den Darmwänden mehr Blut, wodurch die Peristaltik des Darms angeregt wird. Abgesehen davon, dass jede Zelle eine ausreichende Durchblutung erwartet, spielt die mangelnde Sauerstoffversorgung gerade bei der Krebsentstehung eine entscheidende Rolle. Je länger eine Zelle ohne Sauerstoff auskommen muss, desto höher ist die Gefahr, dass sie zur Krebszelle mutiert und dabei den Stoffwechsel auf Gärung (anaerob, ohne Sauerstoff) umstellt.

Anwendungsbeispiele
Das Auflegen von Permanentmagneten wurde nachweislich schon im Mittelalter praktiziert. Detaillierte Heilungsergebnisse stammen von Mühlbauer [2] aus dem Jahr 1974. Er baute eine Straße von Permanentmagneten entlang des langen Wundspalts bei einer offenen Wunde an der Bauchdecke und konnte damit die Wundheilung stark beschleunigen. Er nannte seine Anwendung den "magnetischen Reißverschluss" und konnte mit dieser Anwendungsart auch bei Verbrennungswunden große Erfolge verzeichnen. Von erfolgreicher Narbenbehandlung spricht auch Kokoschinegg [3], der den Patienten Magnetpflastern auflegte. Die zweite wichtige Erkenntnis von Kokoschinegg war, dass der mit den Dauermagneten verschiedene Akupunkturpunkte stimulieren konnte. Über eine ähnliche Erfahrung berichtet König [4], der ein Dauermagnetarmband therapeutisch einsetzte, um die Schultersteife zu kurieren. Neuere und weitere Erfahrungen mit Permanentmagneten stammen von Prim. Dr. Hans Moser [5], der von Verbesserungen bei Schmerzzu
ständen, Kopfschmerz, Schlaflosigkeit, Verdauungsbeschwerden, klimakterische Leiden usw. durch das Auflegen der Permanentmagnete spricht. In seinem Wiener Vortrag an der Internationalen Akademie für Ganzheitsmedizin (GAMED) sprach Herr Prim. Moser: "Die Anwendung von Permanentmagneten gewinnt zunehmend auch an Bedeutung in der Behandlung von bösartigen Tumoren bei geringstem Risiko."

Japan im Magnetfieber
Die Japaner sind eindeutig die Vorreiter im Anwenden von Magnetprodukten. Vielfach werden die Magnete mittels Heftpflaster am Körper fixiert. Am Meisten von sich hören macht Dr. Nakawage, der Leiter des Isuzu Hospitals in Tokio, der mehr als 10.000 seiner Patienten bei Muskelverspannungen der Schulter- und Nackenpartie mit Magnetprodukten behandelt hat. Dabei wurden 90% der Patienten bereits nach wenigen Tagen beschwerdefrei. Daraufhin wurde die Magnet-Therapie vom japanischen Gesundheitsministerium anerkannt. Einhellig beteuern die japanischen Ärzte Dr. Arichi (Kinki-Universitätskrankenhaus), Dr. Suzuki und Dr. Sato (Chihaya Hospital) folgendes Ergebnis: Die Magnetwirkung regt den Stoffwechsel an, beseitigt Schmerzen und löst Muskelverspannungen. Die Japaner betrieben hier eine Erfahrungsmedizin, die eine große Anzahl von praktischen Heilerfolgen aufweisen kann, aber wo die Hintergründe im Dunkeln liegen. Erst in einer Nasa-Untersuchung konnte definitiv festgestellt werden, dass jeder Organismus das richtige Magnetfeld (=unser Erdmagnetfeld) benötigt, welches so wichtig ist wie ein Vitamin. [6]

Kokoschinegg beschreibt folgenden Wirkungsmechanismus des statischen Magnetfeldes [6]:
1. Durch magnetische Ausrichtungen schließen sich Einzelmoleküle zu Ballungen zusammen und werden dadurch intensiver mit Sauerstoff versorgt.
2. Das Magnetfeld führt zu einer höheren Spannung in den Zellen und beschleunigt den Ionentransport durch die Zellmembran.
3. Magnete dämpfen die Übererregung der Nervenfasern, die für die Schmerzempfindung zuständig sind.

In Österreich wurde im Jahre 1983 ein ÖAMTC-Großversuch mit Magnetfolien durchgeführt. Die Studie leitete der Verkehrsmediziner Dr. Reimund Saam, welcher die von Dr. Johannes Bischko an der Wiener Poliklinik erprobten Magnetfolien mit zwanzig eingebauten Magneten den interessierten Autofahrern zu Testzwecken zukommen ließ. Die Auswertung ergab, dass sich jeder fünfte Autofahrer, den kleine Beschwerden in der Fahrtüchtigkeit beeinträchtigten, mit dem Magneten wieder fit fühlte. Sportärzte in München organisierten daraufhin Kontrollversuche, die dieselbe Wirkung bestätigen konnten. Im Handel gibt es natürliche Magnetprodukte mit z.B. 700 G (Gauss) = 70 mT (milli-Tesla). Das ist ein Zigfaches unseres Erdmagnetfeldes und viele werden sich zu Recht fragen, ob wir damit nicht zuviel des Guten tun. Dagegen lässt sich sagen, dass Menschen, die in einem Raum mit einem Kernspintomographen (Kernspinresonanzgerät) arbeiten, einem Magnetfeld ausgesetzt sind, welches die natürlichen Magnetprodukte wiederum um ein Zigfaches übersteigen. Selbst unter diesen Bedingungen sind keine negativen Auswirkungen bekannt. Eine Ausnahme bildet der Herzschrittmacher, der gerät bei einem derartig starken Magnetfeld leicht aus dem Takt und bei der Anwendung von natürlichen Magnetprodukten bei Personen mit Herzschrittmachern sollte unbedingt der Arzt befragt werden.

 
 

Literatur:
[1] Dr. Otto Stemme, Physiologie der Magnetfeldbehandlung, Eigenverlag München
[2] W. Mühlbauer, Der Einfluss magnetischer Felder auf die Wundheilung, Langenbecks Arch. Chir. 337: 637-642 (1974)
[3] P. Kokoschinegg, Über die Wirksamkeit statischer, magnetischer Felder auf den Menschen, Dtsch. Zschr. Akup. 6: 135-141 (1984)
[4] H. L. König, Unsichtbare Umwelt, Heinz Moos Verlag München, 1981
[5] H. Moser, Über Magnetfeldtherapie: Eine ungenutzte Kraft aus der Natur, Zschr. GAMED: 3 (1995)
[6] Dr. Gerhard Fischer, Grundlagen der Quantentherapie, Hecataeus Verlagsanstalt, Vaduz 1996

 

Buchtipp: Windpferd Verlag, erhältlich im Buchhandel

 
   

Zur Autorin: Dr. Marlis Bach ist promovierte Lebensmittelchemikerin und als Chefredakteurin beim Pulsar tätig.

 
 


Marlis Bach

Magnetismus
Warum die Erde ein Magnetfeld besitzt

 
    Die Ursache des Erdmagnetfeldes ist bis heute noch nicht genau bekannt. Aber die Auswirkungen des Magnetfeldes reichen von der notwendigen Versorgung der Lebewesen mit magnetischen Kräften bis zu verheerenden Katastrophen – hervorgerufen durch die Polsprünge.  
 

Sogar die letzte Eiszeit soll durch einen Polsprung ihr Ende gefunden haben: Das arktische Meer war damals eisfrei und die Sahara stand in bunter Pflanzenpracht. Die nächste Umpolung erwartet uns voraussichtlich im Jahre 3991 – ein saftiger Nährboden für Weltuntergangsfantasien. Im Kern der Erde sind seit Milliarden von Jahren gewaltige Materienströme am Werk, deren Kraft sich anscheinend immer wieder neu auflädt. Als Ursachen werden der thermische Auftrieb, der Einfluss der Zentrifugalkraft wie auch die Coriolis-Kraft (Trägheitskraft auf einen sich bewegenden Körper im rotierenden System) diskutiert. Das endgültige Verschwinden des Erdmagnetfeldes käme in seiner Dramatik dem Erlöschen unserer Sonne nahe. Allerdings haben die Wissenschafter eine Abnahme des Magnetfeldes beobachtet. Nunmehr beträgt die magnetische Feldstärke in Europa 50 µTesla (T) (= 0,5 Gauß). Aufgrund von 200-jährigen Beobachtungen wissen die Erdphysiker, dass wir auf eine Umpolung des Erdmagnetfeldes zusteuern. Da wir noch zirka 2000 Jahre davon entfernt sind, nehmen wir noch keine groben Veränderungen wahr. Diese beginnen sich erst 500 Jahre vor dem Polsprung abzuzeichnen. Die magnetische Kraft sinkt immer mehr und peilt die Nullmarke an. In schätzungsweise hundert Jahren baut sich das Erdmagnetfeld wieder gegenpolig auf, dabei vollzieht sich der Polsprung. Während dieser Zeit sind wir der kosmischen Strahlung schutzlos ausgeliefert, weil der Abschirmeffekt des Erdmagnetfeldes fehlt. Das Erdmagnetfeld lenkt ansonsten den kosmischen Strahlungsstrom kunstvoll ab, nämlich schraubenförmig rotierend entlang der Kraftlinien. Die Mutationen werden sich vervielfachen, neue Gattungen werden entstehen und verschiedene Organismen werden diese starke Strahlung von der Sonne und vom Weltall nicht überleben. Was tatsächlich passieren wird, ist keinesfalls vorhersehbar. Die Welt wirft uns in eine völlig neue Ordnung. Es ist erstaunlich, dass sich das Magnetfeld in dieser vergleichsweise minimalen Zeit wieder neu errichtet. Das Ordnungsprinzip stellt einen so hohen Stellenwert in der gesamten Natur dar, dass Zerstörung sofort wieder zu einer neuen Ordnung hinstrebt. Die Wissenschafter trösten uns damit, dass die Erde schon zwölf dieser derartigen Umwälzungen überstanden hat. Die Übermacht der Saurier fand auf diesem Wege wahrscheinlich ihr Ende. Auch Mythen und biblische Überlieferungen wie die Sintflut zeigen z.T. Über-einstimmung mit den wissenschaftlichen Erkenntnissen. Vor 10.000 Jahren zum Ende der letzten Eiszeit sprang der Nordpol nach Südgrönland zu ungefähr seiner jetzigen Position. Er ist im arktischen Archipel Kanadas lokalisiert und bewegt sich 86 Meter pro Tag in westliche Richtung. Der Magnetsüdpol hingegen steuert mit nur 30 Metern pro Tag von der Antarktis auf Australien zu. Zur Zeit ist das Erdmagnetfeld am Äquator 35 µT stark, am Nordpol 60 µT und am Südpol 70 µT. Das Erdmagnetfeld bewirkt einen Dipol mit Magnetlinien von Pol zu Pol. Das Liniennetz weist Anomalien auf wegen zusätzlicher magnetischer Pole, die meist geochemische Ursachen haben, wie z.B. Anhäufung von Magneteisenstein und sogar durch Wasserflüsse und unterschiedliche Bodenleitfähigkeiten. Unser Magnetfeld wird auch durch kosmische Einflüsse verändert, so erhöht oder erniedrigt sich die Stärke etwa um 1 µT, wenn der Sonnenwind auf die Erde trifft. Ansonsten schwankt es täglich nur um zirka 30 nT (1000 nT = 1 µT), also 33-mal weniger heftig als durch die Coronaströme der Sonne.

Magnetsensitive Tiere
Zugvögel fliegen zum magnetischen Südpol exakt den Magnetlinien entlang. Wale orientieren sich am magnetischen Erdfeld wie auf Blättern von kartografischen Landkarten. Auch die Bienen „sehen" die Magnetlinien, die sie bei der Orientierung und Kommunikation zu Hilfe nehmen. Auf besonders feine Änderungen in der Flussdichte der Magnetfelder reagieren die Brieftauben. Die großen ägyptischen Pyramiden sind ein Dauerbrenner, wenn es darum geht, mystische Interpretationen zu ersinnen. Erwiesen ist, dass immer eine Ecke exakt zum Nordpol zeigt und eine exakt zum Südpol. Die Ägypter sollen jedoch noch keinen Kompass gekannt haben. Aber Ägyptologen vermuten, dass sich die alten Ägypter am Skarabäus orientierten. Denn der legt sich angeblich immer in Nord-Süd-Richtung auf den Boden. Das sind nur einige Beispiele von den Fähigkeiten der Tiere, unser Magnetfeld zur Navigation zu benutzen. Für Kompasstermiten dient das Erdmagnetfeld zur Hauptorientierung, denn sie errichten ihre Wohnbauten strikt in Nord-Süd-Richtung.

Der Mensch im Magnetfeld
Als erstes wurde man auf die biologischen Wirkungen des Erdmagnetfeldes in der Raumfahrt aufmerksam. Die Astronauten kamen nach jedem Flug energielos zur Erde zurück und brauchten Wochen für ihre Regeneration. Seit die Raumanzüge und die Raumkapseln mit erdähnlichen Magnetfeldern ausgestattet sind, krabbeln die Astronauten frisch und munter aus der Raumfähre wieder heraus. Forscher wollten wissen, was geschehen könnte, wenn wir in die Zielgerade zum nächsten Polsprung einbiegen, das heißt, wenn wir uns im „Zerofeldbereich" (= minimales Magnetfeld, 0 bis 100 nT) befinden. Weiße Mäuse haben diesen Ernstfall für uns erprobt. Nach vier Monaten Aufenthalt im Zerofeld erkrankten wesentlich mehr Mäuse im Vergleich zur Kontrollgruppe. Die Ergebnisse waren erhöhte Sterblichkeit, mehr Tumorbildung, pathologische Veränderungen in der Leber (Bildung von Kupferschen Sternzellen), an Leukozyten, Nieren und Blase. Da die Tierversuche in vielen Fällen nicht eins zu eins auf den Menschen übertragen werden können, tätigte man harmlosere Versuche mit Menschen. Versuchspersonen hielten sich 10 Tage lang im Zerofeld auf, und siehe da, es traten keine krankhaften Veränderungen auf. Lediglich die Flimmerverschmelzungsfrequenz war signifikant abgesunken. Diese Zahl gibt an, wie viele Bilder wir hintereinander eingeblendet noch als getrennt wahrnehmen können. Wir können im Normalfall maximal 14 Bilder pro Sekunde auseinanderhalten. Im Fernsehen werden uns 25 Bilder pro Sekunde angeboten, damit der Film flimmerfrei genossen werden kann. Bei einer Frequenz dazwischen erscheinen die Bewegungen abgehackt und wir bemerken ein Flimmern am Bildschirm. Dieser Fehler trat in den Anfangsjahren des Films auf. Aber welche Auswirkungen hat es, wenn diese Frequenz absinkt? Die Flimmerverschmelzungsfrequenz ist ein Indikator dafür, wie rasch wir Umweltreize verarbeiten können. Unser Zentralnervensystem ist daher bei einem niedrigeren Magnetfeld generell weniger belastbar. Nervosität und diverse andere Erscheinungen durch nervliche Überbelastung bis hin zur psychischen Labilität sind als Folgen denkbar. Der Mensch verfügt nicht, so wie manche Tiere, über einen Magnetsinn. Im Gehirn wurden einige Kristalle vom Magneteisenstein entdeckt, die mengenmäßig viel zu gering sind, um als Navigationssystem zu dienen – lediglich als Verursacher der Wetterfühligkeit könnte man sie bezichtigen. Wir bedienen uns deshalb der Kompassnadel, um die Richtung der Magnetlinien festzustellen, und des Magnetometers zur Information über die magnetische Flussdichte. Aber das Erdmagnetfeld ist auch in uns zu finden. Nämlich im Gegensatz zu den elektrischen Feldlinien, die durch den hohen Wassergehalt im Gewebe kaum in dieses eindringen können, laufen die magnetischen Feldlinien beinahe vollständig durch den Körper hindurch. Unsere Stahlbetonbauten verzerren die homogenen Linien des Erdmagnetfeldes, aber unser Magnetfeld selbst kann durch diverse Eisenbauteile nicht geschwächt werden. Obwohl der Mensch keinen Magnetsinn besitzt, passt er sich doch unwissentlich den circadianen (täglichen) Schwankungen des Erdmagnetfeldes an. Unser Magnetfeld unterstützt den Schlaf-Wach-Rhythmus, der nur in erster Linie vom Sonnenlicht gesteuert wird. Ebenso wirkt es auf die Hormonbildung im Zentralnervensystem und auf manch andere Prozesse, wie z.B. das Dämmerungssehen oder auf den Eisengehalt im Blut. Der menschliche Körper produziert auch selbst ein bescheidenes Magnetfeld, eines im Herzen (100 pT = 1 Tausendstel von 1 µT) und ein noch schwächeres im Gehirn (3 pT). Die biologischen Wirkungen der Magnetfelder sind weitreichend. Auf der einen Seite verringert sich derzeit die Stärke des Erdmagnetfeldes und auf der anderen Seite entstehen immer mehr technische Magnetfelder. Aber Näheres können Sie darüber in den folgenden Pulsar-Ausgaben erfahren.

 
    Literatur:
Ulrich Warnke, Der Mensch und die 3. Kraft, Popular Academic Verlags-Gesellschaft
 
    Zur Autorin: Dr. Marlis Bach ist promovierte Lebensmittelchemikerin und als Chefredakteurin beim Pulsar tätig.  
 

Marlis Bach

Hausmittel Magnete
Heilen mit der Urkraft der Magnete

 
    Wie schon in einigen Pulsar-Artikeln zum Thema Magnetismus angeklungen ist, bahnen sich hierzulande biomagnetische Produkte einen Weg zum gesundheitsbewussten Menschen seit geraumer Zeit, jedoch in Japan gehören Magnetprodukte (Dauermagneten), wie bei uns Ecchinacea und getrocknete Salbeiblätter, in die Hausapotheke. Es sind nicht immer die aufwendigen Therapien, die einem von so manchem Wehwehchen befreien, sondern oftmals die Dinge, welche die Mutter Natur ohnehin für uns bereitstellt - nur braucht man das Wissen, wie man diese Geschenke der Natur für heilsame Zwecke anwenden kann.  
 

Die Natur hatte uns jahrtausendelag mit genügend Magnetenergie versorgt, nur in den letzten ein- bis-zwei-hundert Jahren schlägt das Herz der Erde weniger kräftig und die Magnetfeldstärke sank auf 0,5 Gauss (vor 200 Jahren betrug die Feldstärke des Erdmagnetfeldes ungefähr 1 Gauss). An wenigen Orten blieb die ursprünglich Magnetkraft erhalten, das ist in Lourdes und Sedona (im Bundesstaat Arizona, USA), und man führt die gehäuft auftretenden Heilungen unter anderem auf die Kraft der Magnete zurück, die von dem Boden und Gestein mit besonderer geochemischer Beschaffenheit ausgeht.

Magnetpole
Dauermagneten besitzen einen Nord- und einen Südpol, die nicht ihre Lage wechseln. Dem Nordpol wird der Pluspol zugeordnet, der Südpol gilt als negativ, und zwar für Europa! Nicht so für die USA, denn dort wurde die Nomenklatur umgekehrt festgelegt - was leider immer wieder für Verwirrung sorgt. Am Rande erwähnt: Der Erdnordpol ist in Wahrheit der magnetische Südpol und dieser hat ein negatives Vorzeichen, denn nur deshalb kann der Nordteil der Kompassnadel zum Nordpol weisen, weil sich ja immer gegensätzliche Pole anziehen und gleichnamige abstoßen. Die Energiequalitäten von Nord- und Südmagnetpol unterscheiden sich. Dem Nordmagneten schreibt man eine anregende Wirkung zu, die Farbe Rot/Orange und die Yang-Qualität, der Südmagnet bringt Beruhigung, in der Farbe Blau und mit Yin-Qualität.

Anwendungsvarianten
Die Heilung mit Magneten kann auf eine lange Geschichte zurückblicken und es haftet dieser Heilmethode immer noch etwas Mystisches an, obwohl heute vieles nachvollziehbar und erklärbar geworden ist. Lange Zeit kannte man nur die unipolare Anwendung, also das Auflegen des Nord- oder des Südpols auf die erkrankte Stelle. Der anregende Nordpol empfiehlt sich bei Erkrankungen, die auf Vitalitätsmangel, Energielosigkeit und Unterfunktion zurückzuführen sind. Der Südpol ist angesagt, wenn entzündliche Prozesse stattfinden, also wenn Beruhigung und Kühlung benötigt wird. Beim bipolaren Magnetfeld - mehrere Magneten liegen gegenpolig nebeneinander - kommt es zu einer Verstärkung der Durchblutung, einer besseren Sauerstoffsättigung und einer Anregung von Stoffwechselprozessen. Die Anordnung der entgegengesetzt ausgerichteten Magnete spielt eine wesentliche Rolle. Kreisförmige Strukturen, geschwungene Linienformen, Quadrate und Dreiecksformen wurden in Magnetprodukte eingearbeitet. Man vermutet, dass die dreiecksförmige Anordnung mit möglichst kleiner Musterform, auch genannt Diamantmuster, die stärkste Wirkung hat. Dieses Gitter-Dreiecksmuster überzieht laut Peter Mandel ("Die Therapie mit Licht und Klang", Knaur Verlag) den ganzen menschlichen Körper und diese Formen werden u.a. in der Informationsmedizin eingesetzt. Allein die Dreiecksform, auch genannt die Heilige Geometrie, hat eine heilende Wirkung, auch ohne Magnetismus. Neue Technologien konzentrieren sich immer mehr auf die Verarbeitung von bipolaren Dauermagneten, nicht zuletzt wegen der risikofreien Anwendbarkeit, welche die biomagnetischen Produkte zu einem echten Hausmittel machen könnten.

Krankheitsentstehung
Jede Krankheit hat ihre Ursache, sei es auf emotionaler oder körperlicher Ebene. Natürlich findet man die Ursache auch im zellulären Geschehen. Wie Dr. Rüdiger Dahlke im senkrechten Weltbild erklärt, kann auf jeder Ebene angesetzt werden, um Heilung herbeizuführen. Im Grunde wird nur die körpereigene Heilenergie aktiviert und jeder Kranke heilt sich letztendlich selbst. Auf zellulärer Ebene lässt sich die Wirkung von Magnetprodukten leicht nachvollziehen: Jede Zelle erzeugt ein magnetisches Feld, ein Potentialunterschied besteht zwischen Zellinnerem und Zelläußerem (die Trennebene ist die Zellmembran). Wenn die Rotationsgeschwindigkeit der Elektronen im Atomkern absinkt, wird daraufhin auch die Energie der Zelle geringer und damit baut sich eine Barriere auf, die um den Zellkern herum immer dichter wird. Der Kontakt zu den benachbarten Zellen wird dadurch geringer und die Zelle lechzt nach Energie, um ihre volle Leistung behalten zu können. Jedoch erniedrigt sich die elektrische Spannung und die Zelle verliert an Lebenskraft, der Zellstoffwechsel nimmt ab und ein Sauerstoffmangel tritt auf. Dieses Defizit macht sich gerne als Wetterfühligkeit, Müdigkeit, Abgespanntheit und Anfälligkeit für Infektionskrankheiten bemerkbar. Wenn die Grundessenz der Zelle gestärkt wird, wie dies mit Magnetprodukten der Fall ist, tritt die gewohnte Leistungsfähigkeit wieder auf, der Zellstoffwechsel verbessert sich und auch die Sauerstoffversorgung. Die zentralen Geschehnisse in der Zelle sind die Stoffwechselaktivitäten, die stets auf Sauerstoffaktivität beruhen. Die Auswirkungen eines Defizits sind individuell verschieden, lokal am Körper unterschiedlich, je nach Disposition. Am besten, ebenso am einfachsten, ist es, wenn die Magnetenergie von Grund auf am ganzen Körper gestärkt wird. Bei akuten Krankheitszuständen kann eine lokalen Anwendung mit Magnetprodukten rasche Erfolge erzielen. Die Magnete stellen ein angepasstes Spiegelbild der Zellaktivitäten dar, denn jeder Magnet weist zwei Pole auf, wird dieser halbiert, dann bilden sich automatisch wieder zwei Pole aus, ebenso bei der Zelle, die nach Halbierung - falls sie dies überlebt - wieder einen positiven Kern und negativ geladene Elektronen mit sich trägt.

Erstreaktionen
Da bei den Magneten die Grundenergie der Zelle angehoben wird, verschnellert sich als erstes der Zellstoffwechsel. Dies bewirkt bei einer kranken Zelle jedoch vorerst eine Verschlimmerung von Krankheitszuständen. Manchem sind diese Heilreaktionen lästig und die Anwendung wird abgebrochen. Dies ist so ungewohnt, dass vielleicht zum ersten Mal im Leben das Inkrafttreten der eigenen Heilenergie gespürt wird. Nach einer gewissen Zeit setzen Wirkungen ein, die subjektiv und auch tatsächlich einen verbesserten Gesundheitszustand darstellen. Schmerzen werden über positiv geladene Natriumionen in der Nervenfaser weitergeleitet, also auch beim Prozess der Schmerzbildung handelt es sich um bioelektrische Prozesse, wo die Biomagneten hier Linderung zu schaffen. Dann kehrt Ruhe ein und die Zelle gelangt in ein ausgewogenes, bioelektrischen Gleichgewicht, welches nun ein gutes Stück gefestigter ist gegen negative Umwelteinflüsse, gegen die man sich ja doch nie ganz abschirmen kann.

 
    Literaturtipp:
Waltraud-Maria Hulke, Das große Handbuch der Magnetheilung, Windpferd Verlag
 

OBEN
  Zur Autorin: Dr. Marlis Bach ist promovierte Lebensmittelchemikerin und als Chefredakteurin beim Pulsar tätig.