Beispielgebend für eine Welt von morgen Das Leuchtturmprojekt Lausitz


Barbara Simonsohn

Das Leuchtturmprojekt Lausitz ist eine Chance, Modelle einer Welt von morgen aufzuzeigen. Wer Visionen hat, muss nicht zum Arzt. Visionäre sind die wahren Realisten, weil die Wirklichkeit, die jetzt herrscht, keine Zukunft hat. Träume nicht vom Leben, sondern lebe deinen Traum.

Leuchtturmprojekt Lausitz

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„Architekten, Bildhauer, Maler, wir alle müssen zum Handwerk zurück! Der Künstler ist eine Steigerung des Handwerkers.“ (Walter Gropius, Bauhaus-Manifest)

Dieses Projekt ist eine seltene Gelegenheit, aus etwas altem Überflüssigem etwas Neues zu bauen, was Inspiration und Mutmacher für viele ist. Eben Leuchtturm genannt. Ein Leuchtturm schenkt Menschen Orientierung in schwerer See, damit sie ihren Weg nach Hause finden.

Das Bauhaus (1919 – 1933) – revolutionäre Kunstschule, die Handwerk, Kunst und Technik vereinte – zeichnete sich aus durch die Rückbesinnung auf das Handwerk und die Entwicklung einer experimentellen und manuell neuen Formensprache. „Architekten, Bildhauer, Maler, wir alle müssen zum Handwerk zurück! (…) Der Künstler ist eine Steigerung des Handwerkers.“ (Walter Gropius, Bauhaus-Manifest) Die ganzheitlichen und lebensreformerischen Bauhaus-Ideen sind aktueller denn je. So vereinten die von Gropius entworfenen „Meisterhäuser“ die Vorstellungen von Wohnen und Arbeiten. Ich durfte gerade – im Februar – zehn Tage lang in einem unter Denkmalschutz stehenden Bauhaus-Haus in Haifa wohnen. Globale Krisen führen zu lokalen Antworten. Global denken, lokal handeln. Die ungesteuerte Polarisierung von Land und Stadt führt zu leeren Landschaften und Städten kurz vor dem Infarkt bzw. Kollaps. Urmenschliche Bedürfnisse nach sozialer Interaktion sowie sinnerfülltem Leben werden nicht berücksichtigt und bleiben ungelebt. Auch die globale Klimakrise verlangt lokale Antworten vor Ort.

Energie, Wärme, Wasserverarbeitung, Konzept „Neues Dorf“, Gartenbau und Landwirtschaft, die im besten Sinne des Wortes „konservativ“ sind und nicht Opfer-Täter, nachhaltig leben und arbeiten in kleinräumigen Strukturen, wo jeder jeden kennt: persönlich bei 150, von Angesicht zu Angesicht bei höchstens 300 Menschen. „Small is beautiful.“

Hier die wichtigsten Aspekte des Projekts „Leuchtturm“

Vollholz-Häuser als Rohstoffbanken für kommende Generationen nach Erwin Thoma. Kein Sondermüll aus Baumaterialien und Dämmstoffen als Belastung von Kindern und Kindeskindern neben Atommüll und Artenarmut. Langlebige Vollholzhäuser als Kohlendioxid-Senke. Erwin Thoma holt die Kraft der Bäume zurück in unser Leben.


Konzept „Neues Dorf“ nach Ralf Otterpohl: Arbeitsplätze und Gemeinschaft auf dem Land im Verbund mit der Stadt, wo landwirtschaftliche und handwerkliche Produkte verkauft werden. Landlust nicht als Oster-Dekoration, sondern Lebensgefühl eines sinnerfüllten Lebens.


Plocher-Aerobisierung von Land, Wasser, Gülle, Mensch, Pflanze und Tier. Sauerstoff ist Leben, Fäulnis Tod. Gülle ist zum Sondermüll mutiert, und die Mehrheit der Gewässer ist krank. Am Humus wird Raubbau getrieben, und seine Aufgabe als Kohlendioxid-Senke kann er nicht mehr erfüllen. Regeneration und Heilung für alle und alles. Seit 30 Jahren bewährt. Natürliche Lebensprozesse fördern, statt zu unterbinden.


Heilkräuter anbauen in Demeter-Kultur und als Manufakturbetrieb schonend verarbeiten. „Kasimir und Lieselotte“ zeigen den Weg. Auch hier: Heilung von Boden, Pflanze, Tier und Mensch. Altes Kräuterwissen neu interpretiert. Den neuen Plagen der Menschheit – wie Borreliose – mit der Kraft der Natur die Stirn bieten.


Bauhaus war kein Baustil, sondern ein Lebensstil, als ganzheitliche Lebensweise konzipiert. „Volksbedarf statt Luxusbedarf“, sagte Bauhaus-Direktor Hannes Meyer. Sinnerfüllung statt entfremdetem Leben, war die Devise. In der Bauhaus-Woche wurde Ballett getanzt, Klavierstücke gespielt, Marienlieder gesungen und Theater gespielt. Lampionfest, Feuerwerk und Tanz. Das Leben könnte ein Fest sein, und nicht Ersatzbefriedigung fürs Eigentliche. Dauerhafte Erfüllung ist nicht im Materiellen zu finden. Vier Moden im Jahr braucht kein Mensch. Es geht darum, Lebensstrukturen zu finden, welche Menschen erfüllen und befriedigen. Befriedigung: darin liegt Frieden. Damit ist der Konsumismus obsolet. Wahre Kommunikation ist Kommunion, ist Einssein. Wer erkennt, dass er nichts – Materielles – braucht, dem gehört die ganze Welt. ■

Leser:

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  • Simonsohn Barbara

    Zum Autor: Barbara Simonsohn

    Langjährige Seminarleiterin für Ernährung. Reiki-Lehrerin, insbesondere für das authentische Reiki. Autorin von zahlreichen Ratgebern im Bereich der ganzheitlichen Gesundheit mit einer Gesamtauflage von über 600.000 Exemplaren.

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