Für mehr Biss im Leben Zahngesund


Maria Kageaki

Zähne stehen für „Biss haben“ im Leben, und die Zahngesundheit wird auch durch unser Selbstbewusstsein, unsere Fähigkeit, Entscheidungen zu treffen und unsere Meinung auch nach außen zu vertreten, beeinflusst. Zahnprobleme haben oft auch etwas mit mangelndem Selbstwert oder einem Selbstbewusstseinseinbruch zu tun.

Paar am Strand

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Intakte Zähne sind, genau wie der Körper, lebendig. Bereits 1958 stellte der kalifornische Zahnchirurg Dr. Ralf Steinman fest, dass unsere Zähne mit feinsten Kanälchen durchzogen sind, durch die bei stressfreiem Leben und gesunder Ernährung eine Dentinflüssigkeit fließt, die einen natürlichen Schutz bildet. Dieser Flüssigkeitskreislauf von der Pulpa bis zum Schmelz ist bei Stress oder kariogener Ernährung reduziert. Deshalb ist bei allen Zahnthematiken auch die Psyche mitzuberücksichtigen.

Raus aus dem Stress

Stress ist neben Zucker mittlerweile der Nährstoffräuber Nummer eins. Bei einer Riesenportion Stress werden immens viele Nährstoffe verbraucht, das Milieu kippt in den Säurebereich, der Entzündungsstatus wird nach oben gejagt, und dadurch verschiebt sich auch die optimale Besiedelung der Mikroorganismen im Mundraum. Wie jemand auf Stress reagiert, hängt enorm von der persönlichen Mineralisierung ab. Karies ist ein Anzeichen von Entmineralisierung und sollte lokal und ganzheitlich betrachtet werden. Vor Ort, im Mundraum, werden die Zähne von Säuren angegriffen.

Essenziell für die strahlende Zahngesundheit ist eine gute Mineralisierung. Dabei ist neben den Basisfaktoren wie Vitamin D und Vitamin K2 auch Magnesium sehr wichtig, denn mithilfe von Magnesium kann Calcium wieder in feste Strukturen integriert werden. Ein gutes Auffüllen von Mineralien, die den Körper und auch die Zähne an der Basis stärken, ist von großer Wichtigkeit.

Eine große Bedeutung für die Zahngesundheit hat die Etablierung der Nasenatmung. Mit Mundatmung trocknet der Mund aus, die Speichelzusammensetzung ändert sich und damit auch die Bakterienbesiedelung im Mund. Bei Kindern kann die Mundatmung, und der Faktor, dass die Zunge dann nicht wie bei der Nasenatmung formgebend im Oberkiefer liegt, zu einem schmäleren Zahnbogen und infolgedessen zu Zahnengstellungen führen. Atemtraining kann wesentlich mitwirken die Nasenatmung effektiv wiederzuerlangen. Bei Tendenz zu verstopfter Nase kann es Sinn machen eine milch- und getreidefreie Woche zu machen, um einfach zu sehen wie der Körper und die Atmung mit einer gemüsebetonten Ernährung entlastet wird.

In unserer Gesellschaft ist das ständige Essen üblich. Mal einen Apfel, einen Keks – dadurch verschiebt sich das Milieu im Mund. Wenn an allen Registern gezogen werden soll, um die Zahngesundheit wieder zu optimieren, dann ist es ideal, wenn jeweils ein paar Stunden Pause zwischen den Mahlzeiten oder Snacks gemacht werden.

Das gründliche Kauen ist wichtig für die Aufschlüsselung der Nährstoffe und die Durchblutung des Kiefers. Eine verbesserte Durchblutung bedeutet auch eine bessere Nährstoffversorgung. In Zeiten von Smoothies und Toastbrot wird kaum mehr gekaut. Den Kindern wird alles bissgerecht zugeschnitten. Dabei ist es immens wichtig zu kauen. Auch vom psychologischen Standpunkt. Kinder, die etwas zu kauen haben, sind wesentlich zufriedener und die Kautiefe und die Konsistenz spielt auch wesentlich mit bei der Ausbildung eines schönen breiten Kiefers.

Neben einem Vitamin-D- oder Magnesiummangel, die sich in einer angespannten Muskulatur äußern können, können zusätzliche Faktoren wie einschneidende BH-Träger, ein Rucksack oder einseitiges Tragen von Schultertaschen zur Folge haben, dass sich die Zähne melden. Der Dickdarmmeridian, der am Zeigefinger startet, verläuft über die Trapezmuskulatur und die Nackenpartie in den Kiefer. Massive Verspannungen an der Trapezmuskulatur können bisher unbekannte Mitauslöser für Zahnschmerzen sein. Wenn diese Partie verspannt ist – mit Akupressur bzw. Shiatsu sedieren und entspannen. Wie? Einfach auf einen Stuhl setzen, Partner oder Freundin dahinter, die verspannte Region zeigen und dort mit „Schmackes“ reindrücken lassen. 1-2-3 drücken, 1-2-3 loslassen und wiederholen, ca. 2 – 3 Minuten im Intervall. Der Schmerz kann von dem verspannten Punkt bis zum Zahn ziehen. Die ersten Male sind eventuell ziemlich schmerzhaft – die punktuelle Erleichterung tritt sehr oft schon innerhalb weniger Minuten ein. Regelmäßig wiederholen und die Ursache der Verspannung beheben.

Die energetische Ebene

Wenn es zu unseren Zähnen und unserem Körper kommt, können wir uns nichts mehr vormachen. Der Körper ist ein empfindliches Barometer dafür, ob wir wirklich nach unseren Maßstäben leben, ob wir uns treu sind.

  • Lässt du dich verbiegen, oder verbiegst du dich,

  • weil du meinst anderen gefallen zu müssen?

  • Lässt du dich von anderen angreifen?

  • Frisst du Dinge in dich hinein?

  • Gehen dir Dinge so richtig an die Substanz?

  • Erlaubst du anderen, deine festen

  • Strukturen zu zerstören?

  • Lässt du dich vom Platz verdrängen? ...

  • Einfach auf die Zähne übertragen ...

Wenn wir, um Konflikte mit anderen zu vermeiden, die Wahrheit nicht aussprechen und lieber „ja und amen“ zu den Ideen anderer sagen, übersehen wir dabei, dass wir anschließend doch einen Konflikt haben – nämlich mit uns selbst.

Integriere chlorophyllhaltige Säfte ins tägliche Ernährungsprogramm und denke an das Stressmanagement! Jeder Aufwand lohnt sich für unsere Zähne. Es ist oft nur der berühmte „Sprung über die Zunge“, der Lebensmittel einteilt in gut für die Geschmacksknospen oder gut für den Körper. ■

Leser:

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Ausgabe 321 - Feber 2026

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